Yasmo: „Ob der Funke überspringt, merke ich sofort“

Transkript anzeigen

00:00:07:

00:00:11: Herzlich willkommen hier in unserem kleinen, feldgeher Podcast-Studio und zur vierten Folge von Gezwitscher.

00:00:17: Heute zu Gast bei mir ist Yasmo, Rapperin, Autorin und ohne Frage eine der spannendsten Stimmen der österreichischen Musikszene.

00:00:24: Gemeinsam mit Yasmo und die Klangkantine verbindet sie Hip Hop, Jazz und starke Texte mit klarer Haltung.

00:00:30: Wir sprechen heute über Musik, Kreativität gesellschaftliche Themen und natürlich darüber was ihr aktuell bewegt.

00:00:35: Herzlich willkommen, Jasmo.

00:00:36: Schön, dass du da bist!

00:00:38: Ja hallo und vielen Dank, dass ich da sein darf!

00:00:42: Du, ich habe ein...

00:00:43: ...einer Technik, ein Label.

00:00:45: Genau ja das können wir unseren Zuhörerinnen verraten.

00:00:48: Es ist heute die erste Folge, die wir quasi so aufnehmen, dass wir nicht hier in einem Raum sitzen sondern ich sitze hier im Feldkirch am Mikrofon.

00:00:55: Und Jasmo, das muss ich jetzt mal fragen Ich erreiche dich vermutlich in Wien oder?

00:00:57: Bist du gerade on tour?

00:00:59: Ganz genau, ich bin gerade in Wiel, äh im Funkhaus.

00:01:02: Da sind nämlich derzeit noch Räume zur Zwischennutzung für Künstlerinnen da und da habe ich mein Büro.

00:01:08: Und genau, von dort aus telefoniere ich gerade.

00:01:11: Perfekt!

00:01:12: Das ist natürlich Funkhaus, das ist so richtig perfekt für eine Podcast-Folge.

00:01:16: Das klingt gut.

00:01:19: Ich hab in einem Interview mit dir gelesen, dass du auf die erste Workstop Anfrage aus einem Seniorenheim wartest?

00:01:25: Das ist schon ein bisschen älteres Interview, ich weiß nicht ob du dich erinnerst... Da ging es darum, dass du ja immer wieder auch Workshops im Poetry Slammen für Jugendliche gibst und auch an Schulen und so.

00:01:35: Und sagst, es gibt eigentlich keine Altersgrenze für dieses Genre!

00:01:38: Jetzt interessiert mich mal als Einstieg ganz brennt ob du mittlerweile auch so eine Anfrage einmal erhalten hast?

00:01:45: Nein, immer noch nicht und ich verstehe nicht warum.

00:01:49: Also nein, von einem Seniorenheim nicht.

00:01:51: Aber ich war tatsächlich heute in der Früh schon an einer Schule und habe wieder ein Workshop gegeben.

00:01:55: Also die Jugend-und jungen Menschen scheinen da irgendwie interessierter zu sein.

00:02:00: aber wie gesagt Poetry Slam ist wirklich für alle Generationen was und deswegen... Und es können auch alle Menschen schreiben.

00:02:06: also in der Erwachsenenbildung gebe ich schon immer wieder Workshops wo dann auch?

00:02:11: ja es sind Leute das sind halt noch im Berufsleben und noch nicht im Pension.

00:02:15: Aber ich glaube auch Pensionistinnen und Menschen im SeniorInnenheim können Texte schreiben.

00:02:21: Und das lernen, wenn sie das wollen.

00:02:23: oder sie haben schon so viel Weisheit dass man ihnen in einem Workshop eh nix mit beibringen kann sondern dass wir sich nur dahinter setzen müssen.

00:02:31: Ja!

00:02:32: Wenn du gerade von Erwachsenenbildung sprichst hast du da das Gefühl die Bürgurungsängste aber größer sind als bei SchülerInnen?

00:02:40: Es ist unterschiedlich.

00:02:41: also bei Schülerinnen ist es ganz oft so.

00:02:45: Da brauche ich mal eine Stunde gefühlt um denen auszureden, dass sie eine Nachzählung schreiben sollen und diese ganzen Formen die man in der Schule lernt.

00:02:54: Eine Gedichtanalyse und wie die Grammatik zustimmen hat und wieder Aufbau sein soll usw.

00:03:00: Ich habe das Gefühl auch über die Jahre wird es immer ärger so eingerichtet diese Formen gibt, auf die sie achten müssen.

00:03:09: Dass ich das erste Mal rauskratzen muss und sagen muss hey wir schreiben hier Texte, die sind für den Vortrag gedacht.

00:03:14: es ist mir relativ egal ob du Rechtschreibung kannst und ich werde deine Beistriche nicht beurteilen können weil ich sehe sie nicht wenn wir machen mündliche Literatur.

00:03:23: Also das ist bei Schülerinnen so ein bisschen das Ding wo man dran arbeiten muss und bei Erwachsenen sind die Berührungsängste beim Schreiben gar nicht so da, was aber sehr lustig ist bei der Erwachsenenbildung.

00:03:34: Die Teilnehmerinnen von Workshops sind meistens etwas skeptischer am Anfang und sind dann immer sehr überrascht wie schnell dann doch was weitergeht und sagen dann auch oft eine Feedbegründe im Schluss zu ja ich hätte mir jetzt nicht gedacht dass sich in diesem Workshop ein Text schreiben kann auf den ich auch stolz bin oder so und das ist dann immer schön zu sehen weil ich sage ihnen die ganze Zeit ihr könnts das.

00:04:02: Das ist dann quasi ein Erfolgserlebnis ja für alle, wenn die so einen Text am Ende haben und auch für dich wieder eine Bestätigung.

00:04:08: Dass es seine These eben recht behält – das stimmt jeder kann das!

00:04:12: Ganz genau!

00:04:17: Und trotzdem muss ich sagen, ich habe ja jetzt natürlich in Vorbereitung auf unser Gespräch heute mich richtig noch mal viel in deine Musik.

00:04:24: In eure Musik reingehört hatte richtig tolle Spaß auch dabei und war aber auch immer wieder so barf und hab gedacht wie trainiert man diese Wahnsinnsgeschwindigkeit beim Rappen?

00:04:35: Ist das pure Technik ist dass das Muskelgedächtnis oder schaltet dein Gehirn irgendwann einfach in so einen ganz anderen Modus?

00:04:41: Wie geht

00:04:42: es Also bei der Geschwindigkeit?

00:04:44: ist es, glaube ich so ein bisschen... Es sind natürlich die BPM, die vorgegeben sind von der Komposition.

00:04:50: Aber die Geschwindigkeit das ist schon beim Proletariat nicht so.

00:04:54: Also beim Projetarium muss man nicht, kann man schnell reden?

00:04:57: Ich rede gerne schnell!

00:04:59: Da gilt aber auch so ein wenig.

00:05:01: wenn man zum Beispiel oft aus Publikums Sicht kommt dann beim Flamie jemand her und sagt ja sie machen das schon ganz gut Aber sie reden so schnell, man versteht nicht alles und da muss man immer erklären.

00:05:11: Ja das ist Absicht!

00:05:13: Sie müssen nicht alle verstehen.

00:05:14: die wichtigen Sachen, die ich will, dass sie das hören, die werden sie auch hören.

00:05:19: Müssten sie mir einfach vertrauen?

00:05:21: Und beim Rap ist natürlich schon einfach viel Rhythmisches Spielerei dabei und wenn ich dann mal schnell anfange zu rappen, dann ist es schon ein bisschen... Also was heißt das?

00:05:33: Dann ist es einfach eine Technik.

00:05:35: Wo ich aber auch quasi zeigen will, ich habe diese Skills.

00:05:38: Ich habe sie geübt und ich hab Stunden, Wochen oder Monate Jahre damit verbracht dass ich da hinkomme.

00:05:43: Jetzt schaut es mich an weil ... Das ist so ein bisschen das Rap-Kultur die da irgendwie durch scheint.

00:05:55: Wenn jetzt jemand mir ploppen grad zwei Fragen am Kopf auf, aber ich stelle erst mal die erste wir ja auch über Erwachsenenbildungen eben gesprochen haben und vielleicht auch Leute, die noch gar nicht so den Zugang zu dieser Musik haben.

00:06:08: Wenn jetzt jemand deine Musik eben noch nie gehört hat wie würdest du denn euren Sound beschreiben?

00:06:13: Puh das ist schwierig!

00:06:15: Also uns ist eigentlich würde sagen ein Konglomerat aus Hip-Hop Jazz Big Band Sound Spoken Words Groovy wahrscheinlich.

00:06:27: Da würde ich

00:06:28: mir noch ein paar Wörter einfallen lassen, bis die Person dann sagt, okay, pass.

00:06:31: Ich hör's mir an!

00:06:34: Für jeden was dabei?

00:06:35: Für jeden und jede?

00:06:38: Ja... Dann hatten wir auch mal nachzusegen.

00:06:39: Das fand ich ganz schön also geil.

00:06:42: Als man mir das nachgesagt hat, fand ich es blöd.

00:06:44: Aber dann habe ich ein bisschen drüber nachgedacht und dann hat es mir gefallen, dass wir Hörbücher mit geiler Muck gemacht haben.

00:06:50: Und was finde ich auch irgendwie?

00:06:51: Cool!

00:06:52: Ja, das ist eine sehr bildhafte Beschreibung.

00:06:55: Obwohl's ums Hirn geht aber da kann man sich direkt etwas herunter vorstellen.

00:06:58: Stimmt Genau, und wann?

00:07:01: Weil du eben beschrieben hast ... dass du jahrelang, stundenlang das geübt hast so schnell zu sprechen.

00:07:07: Was man ja auch Rappen nennt.

00:07:09: Und du hast ja sehr früh angefangen, wenn ich richtig informiert bin.

00:07:14: Kann man sich das so vorstellen, dass du früher vielleicht wie jedes Mädchen oder Jungen irgendwas übt.

00:07:20: Auch mal vom Spiegel gestanden hast.

00:07:22: Und dann quasi deinen Idol nachgerapt hast.

00:07:26: Ja natürlich!

00:07:30: Also ganz klar, so hat es auch angefangen.

00:07:32: Ich hab halt einfach... ich habe Deutschrap gehört, ich hab fettes Brot, also die ganzen netten Deutschraps Sachen.

00:07:38: Die Gangsterraps-Sachen gab's schon auch, also Sido und Bushido und Pralala.

00:07:41: aber das hab' ich dann irgendwie nicht so interessiert.

00:07:44: Zuerst in Pankmädchen, dann war ich ein Indie-Mädchen und dann war Ich ein Deutschrap-Mädchen.

00:07:49: Aber ebenso den Demand Freundeskreis, Fettes Brot, absolute Beginner und diese Schiene quasi Und die habe ich dann halt alle auswendig gelernt und da und gehört immer laut mit gerappt.

00:07:59: und Dann hab' ich auch am Anfang ganz sicher wenn ich noch für meine Schublade geschrieben hab Auch da die Flohs kopiert und also das macht mir Hip Hop nicht.

00:08:07: Also das ist der schlimmsten Sachen quasi Style Clown.

00:08:11: Aber am Anfang habe ich das natürlich kopiert, was da meine Idole gemacht haben und dann hab' ich halt so nach und nach irgendwie meine eigene Stimme gefunden.

00:08:19: Und genau.

00:08:21: Cool!

00:08:24: Ja?

00:08:26: Genau, also ich hab sicher ganz oft dass du halt einfach auch wirklich laut mitgesungen und auch meine Eltern damit in den Warmen hingezogen sind... aber da haben sie halt durchmissen.

00:08:37: Und Sie sehen ja jetzt, dass es sich gelohnt hat, was draus geworden ist.

00:08:43: Was kann den Rap als Kunstform ausdrücken?

00:08:46: oder transportieren, dass andere Musikgenres vielleicht nicht in derselben Direktheit schaffen?

00:08:51: Naja also die klassische Rap-Form sind sechzehn Tage Strophe acht Tag bis es freut.

00:08:55: Also das ist jetzt einfach nur die Form, die mentalische.

00:08:57: aber man kann halt.

00:08:58: im Rap hat man glaube ich einfach mehr Platz.

00:09:02: oder man nimmt sich mehr Platz und Rap Ich muss mich anpassen oder ich muss jetzt schauen, dass ich nach vier Takten Akkordfolge eine neue Ebene aufziehe.

00:09:17: Oder was ich in Half-Time gehe?

00:09:20: Sondern Rap ist, ich spreche rhythmisch im besten Fall auf ein Beat der richtig geile Leute mitnimmt.

00:09:27: aber im Grunde genommen, ich sprechen rhythmisch meine Wahrheit und ich glaube schon das Sprechen auch etwas im Vergleich.

00:09:37: jetzt zu, wie soll ich sagen sprechen kann jeder.

00:09:41: Jeder ist aus dem Menschen die es nicht können.

00:09:45: aber in Grunde genommen dieser Ausdruck hat jede Person irgendwie in sich und deswegen ist das auch so naheliegend finde ich und ich glaube dass dadurch eine sehr schnell eine Verbindung entsteht mit einem Publikum Oder wenn jemand das hört und sich dann halt einfach ihr abgeholt oder verstanden oder gesehen fühlt.

00:10:07: Gibt es denn was, dass Menschen über dich oder auch über euch als Jasmo und die Klangkantine oft falsch einschätzen?

00:10:13: Gerade auch wenn sie eure Texte hören?

00:10:17: Fällt mir nichts ein!

00:10:18: Ich glaube, es geht da ziemlich direkt.

00:10:25: Also was Menschen auf jeden Fall kritisieren, vor allem in der feministischen Bubble und diese Kritik nehme ich auch an.

00:10:31: Und zu der stehe ich auch ist das als wir uns gegründet haben, das war aus dem Jahr vierzehn War die Klangkantine halt eine reine Männerband und es hat ein bisschen... also es ist einfach aus dieser alten patriarchalen Struktur dahergekommen dass die Musiker sich halt unter sich kannten aber halt die Musikern sich kannte Und so wurde dann die Band zusammengestellt, und das war halt dann die Bands.

00:10:57: Mit der Zeit war dann so die Frage warum sie eigentlich ein Typen da?

00:11:00: Wenn wir das feministische Musikmaß... Ich meine, ich muss dazu sagen, die Typen sind alle Feministinnen!

00:11:05: Aber dann kam halt so die frage okay wie können wir das ändern?

00:11:08: Wir haben jetzt schon diese Stammbesetzung, also jetzt jemanden aus der Band zu schupfen, wegen seines Geschlechts ist halt dann auch wieder highly problematic.

00:11:17: Da haben wir einfach damals nicht viel darüber nachgedacht und haben halt so die Regel jetzt eingeführt dass wenn wir Substitutinnen haben das in erster Linie mal flinterpersonen gefragt werden oder dass wir wenn jemand selber freiwilliger Konsument raus will, dass wir erstmal Flinterperson fragen um ein Bild entgegenzusetzen.

00:11:35: aber das ist ein Kritikpunkt dem stimme ich auch zu.

00:11:40: Der ist jetzt so, aber der ist nicht so und dazu stehe ich auch.

00:11:43: Und diese Kritik nehme ich gerne an.

00:11:45: Aber ansonsten... Ich glaube wir kommen schon relativ klar an, wofür wir inhaltlich stehen, aber auch musikalisch stehen.

00:11:54: also wenn du da einfach mit vier Bläsern ankommst dann ist relativ schnell mal klar, wir werden laut sein.

00:12:03: Sehr schön!

00:12:05: Was inspiriert dich und euch denn beim Schreiben im Moment am meisten?

00:12:09: Und wie entsteht daraus dann ein Song, so'n bisschen der Entstehungsprozess.

00:12:13: Also

00:12:13: wir haben in unserer Weltgeschichte viele Wege probiert, sag ich jetzt mal oder probieren auch immer was Neues, wie wir das Song schreiben.

00:12:23: Derzeit ist es eigentlich so dass wir uns wirklich zusammensetzen und es kann dann passieren also wir reden dann miteinander was uns gerade bewegt Reif Motwurff, der Gitarist und Tobias Vidoveli.

00:12:35: Der Bassist sind beide sehr umtriebige Musiker und die schreiben auch die Musik mit mir zusammen für die Klangkantine.

00:12:41: Und also sie schreiben die Musik und nicht die Texte.

00:12:43: beziehungsweise es wird immer mehr ein Austausch der fruchtbar ist und dann setzen wir uns erst mal zusammen und reden auch darüber was bewegt dich gerade?

00:12:51: Was passiert gerade in deinem Leben?

00:12:53: Was ist da gerade los?

00:12:55: Und dann finden wir manchmal Themen, die uns beide beschäftigen oder es entsteht eine Diskussion fangen wir dann an zu schreiben und es sieht so aus, die Komponisten sitzen im Computer und fangen mal an Sachen einzuspielen, die irgendwie so unterkommen.

00:13:11: Und ich sitze am Sofa auf meinem Laptop und fange an Text-Skizzen aufzuschreiben.

00:13:15: Wenn ich konzentriert schreibe, bin ich in einem Tunnelblick und kriege auch nichts um mich herum mit und mache manchmal einfach stetsame Geräusche.

00:13:23: Also wenn ich mir denke, weil ich gerade eine coole Zeit geschrieben habe oder so... Und das Schöne ist mit den Beinen, dass er schon so erprobt.

00:13:30: Das ist für niemanden weird.

00:13:33: und dann nach zwei Stunden oder so sagen wir uns was du bis jetzt gemacht ja das ist von mir, was du zugemacht okay?

00:13:39: Und dann zeigen wir uns das.

00:13:40: manchmal denkt man sich fuck ja das is cool!

00:13:42: Manchmal denkt man es sich ahaa, da müssen wir noch mal auf den Brunnen.

00:13:46: Und es ist auch Teil des kreativen Prozesses.

00:13:48: also das Scheitern und das nochmal von vorne anfangen Das ist irgendwie nicht so cool, das gehört alles dazu.

00:13:55: Es gibt einfach Tage da geht nichts weiter.

00:13:57: man sitzt den ganzen Tag zusammen und am Ende des Tages hat man das Gefühl, dass es nicht passiert.

00:14:02: nur was man nicht sieht ist diesen ganzen Tag hat man quasi damit verbracht zu scheitern und mal alle Optionen die nicht in Frage kommen auszuprobieren.

00:14:09: D.h.

00:14:10: man hat eher auch Meter gemacht, man merkt's noch nicht.

00:14:13: Und wann merkt ihr dann jetzt ist der Song wirklich?

00:14:17: Der Song der Track sagt man Song beim Rap ja schon oder Du merkst, ich komme eher aus Jazz und Klassik.

00:14:25: Also für mich gibt es hier gerade auch ganz viel zu lernen.

00:14:28: nochmal was Rap Musik betritt.

00:14:30: Ja, also wir sagen schon Songtrack Nummer.

00:14:32: Genau wann die Nummer wirklich fertig ist?

00:14:38: Naja vom Songwriting-Prozess her merkt man dann okay... Es ist ganz oft so dass wir einfach nur seine Grundstruktur haben oder eine Textgrundstruktur und dann müssen halt noch Bläsensätze dazu geschrieben werden.

00:14:51: oder ich sage, na, ich habe da noch keinen Text dabei.

00:14:53: Ich weiß er wird mir als Eingebung kommen und dann sieht man sich einen Monat mal nicht und dann trifft man sich wieder und dann kam die Eingebung oder halt nicht.

00:15:05: Und dann irgendwann sind es unterschiedlich.

00:15:07: Manche Songs entstehen in drei Stunden.

00:15:10: also da haben wir jetzt wirklich bei dem letzten Albums ein paar Glücksnummern gehabt.

00:15:14: Die waren an einem halben Tag fertig weil wir einfach davor so viel gescheitert sind und davor so viel über bestimmte Sachen geredet haben, dass es dann richtig schnell ging.

00:15:24: Und das war so.

00:15:24: ja, da ist die Nummer.

00:15:26: Und dann gibt's manche, die ziehen sich natürlich ewig... ...und dann gibt´s manche die schreibt man und die erscheinen halt nicht weil sie es nicht sind.

00:15:33: Also das ist eher eine Gefühlssache.

00:15:35: wo merkt er Es ist schon ein Lied also es ist erkennbar als Song aber das passt jetzt irgendwie nicht.

00:15:43: Du hast ja gerade eben beschrieben ihr sitzt in einem Raum es wird sicherlich viel diskutiert Und ich habe mich auch gefragt, ihr habt ja eine sehr ... transportiert immer schon eine sehr klare Botschaft.

00:15:53: Eine klare Haltung?

00:15:54: Wie schafft ihr denn so oder wie schaffst du die Balance zwischen dieser klaren Haltung Unterhaltung und auch musikalischer Weiterentwicklung?

00:16:02: gute Frage!

00:16:12: Ich glaube, wir machen einfach.

00:16:14: Der Tobias Wedowelli

00:16:16: z.B.,

00:16:16: der ist in ganz vielen anderen Projekten, die ihn auch wieder beschlügeln und inspirieren.

00:16:22: Der Ralf Mothos genau so hat selbst das Ralf-Motor auf Orchester gegründet und ist in anderen Projekten als Musiker oder als Komponist auch noch dabei.

00:16:30: Wir sind alle total... Ich strecken unsere Fühler in alle Ecken quasi aus und bei mir ist es ja auch so mit Poetry-Slam, also Musikschreim für Theater, mit Regie führen usw.

00:16:41: Also wir sind alles ein bisschen breit aufgestellt.

00:16:43: Und ich glaube dadurch dass wir uns als Personen immer weiterentwickeln, entwickeln wir uns auch musikalisch immer weiter.

00:16:51: Es wäre ja Fahrt mit dem Album dasselbe zu machen Botschaften, die sich nicht so sonderlich weiterentwickeln.

00:16:58: Also ich bin nach wie vor dafür das gleiche Lohn für gleiche Arbeit bezahlt wird und wir sind immer noch nicht dort.

00:17:04: also werde ich es einfach verdammt nochmal zum Bundespräsident sagen weil... what the fuck?

00:17:09: Das darf man hier sagen!

00:17:14: Aber manche Dinge, wie soll ich sagen, manche Themen, für die ist man auch mit Ende oder mit Mitte zwanzig Drei ist genug und man nimmt sich dann halt mit dreißig ein oder so.

00:17:28: Das ist das Schöne mit der Kleinkantin, es gibt uns ja wirklich schon lange.

00:17:31: also es gibt jetzt jährlich Jahre und wir sind durch viele wichtige Lebensschritte auch gegangen natürlich viele Phasen und wir haben uns gegenseitig beim Wachsen zuschauen können und wachsen halt weiter gemeinsam und das ist schon eine Qualität die ich sehr zu schätzen weiß an der Band.

00:17:48: Und ihr seid eben auch... Das finde ich so schön und das passt ja so unglaublich gut, finde ich zu unserem Sommer-Motto.

00:17:56: jetzt steht ja ganz groß über diesem Festival.

00:17:59: Und ihr seid ja immer sehr nah.

00:18:00: eben auch am Jetzt dran ist es manchmal aber dann auch was wo du dann froh bist wenn du abends aus dem Studio oder wo ihr euch trefft nach Hause kommst wenn du die Tür zu machst mal dich ganz mit anderen Themen beschäftigst und vor allem dieses auch so abschalten von dem Ganzen was euch so bewegt, das ja die Welt bewegt.

00:18:20: Das sind ja schon auch krasse Themen irgendwie.

00:18:25: Ja also ich weiß nicht ob es ein Abschalten ist oder gibt bin ich mir gar nicht zu sicher aber es ist sicher ein gemeinsames kollektives Verarbeiten wenn wir zusammen Sachen schreiben, die einfach pressierend sind und jetzt gerade passieren und auch nicht schön sind.

00:18:46: Und dieses gemeinsame kollektive Verarbeiten hilft auf jeden Fall dabei das auch irgendwie entweder gehen zu lassen weiß ich nicht aber auf jeden fall sich damit auseinanderzusetzen.

00:18:57: also man fühlt sich dann nicht so alleine mit der welt die einen ja manchmal wirklich erdrücken kann und die gefühlt immer wahnsinniger wird.

00:19:05: Und das sag ich jetzt schon lange, aber irgendwie...

00:19:07: Ja, es wird immer noch Wahnsinnig gerne.

00:19:10: Ja!

00:19:11: Und dann denkt man sich nein, es geht nicht doch doch doch.

00:19:16: Genau, aber es ist auf jeden Fall... Es hat auch was Heilendes, dass wir da zusammen sitzen können.

00:19:22: Ich meine, was sollen wir machen?

00:19:23: Wir werden jetzt die ganze Welt, wenn wir nicht verändern können, das ist uns schon klar.

00:19:27: Aber wir tun halt unseren Teil, den wir in unserem Erleben dazu geben können, den versuchen wir dann schon irgendwie zu machen und zu geben.

00:19:40: Ich will noch einmal ein bisschen Gedankensprungen, aber ich will noch mal zurück zu diesem Moment, den wir vorhin so besprochen haben deine Anfänge und den Idoln sozusagen vom Spiegel mit der Bürste in der Hand oder so.

00:19:53: Klischeehaft habe ich das Bild jetzt gerade im Kopf, aber nach Rap und Nachsingen... Man kommt nicht daran vorbei, wenn man sich mit dir beschäftigt.

00:20:02: Dass Beyoncé eine ganz große Inspiration und ein großes Vorbild für dich ist.

00:20:06: Und da möchte ich jetzt auch noch mal fragen warum sie das gerade ist?

00:20:11: Ja weil Sie großartig!

00:20:13: Also ich finde erstens als heute dass man nicht daran vorbeikommt.

00:20:16: Das erhöht meine Chancen, dass die es irgendwann liest.

00:20:19: Das habe ich mich grad heut nämlich auch nochmal gefragt ob sie schon aufmerksam auf dich geworden ist Aber dementsprechend.

00:20:26: Daher bin ich in zu kleiner Fisch und das ist auch in Ordnung, aber ... Beyoncé ist für mich tatsächlich so... Ich bin halt mit Beyoncé groß geworden.

00:20:34: Das ist meine Generation.

00:20:35: Ich hab die erste Album von Destiny.

00:20:37: Sheil damals gekauft um zu Weihnachten.

00:20:40: Das Weihnachtsalbum auf CD in den Neunzigern.

00:20:43: Also das ist halt so.

00:20:44: Und dann fängt sie halt an plötzlich.

00:20:47: Da war ich schon zu cool eigentlich.

00:20:48: Ich war viel zu cool, dass ich Beyoncé hör, weil ich war eigentlich schon da in meiner Punkphase.

00:20:53: Aber dann kam halt Crazy in Love und dann kam das nächste Viance album und sich immer weiterentwickelt.

00:20:58: Und sie hat vor allem auch einfach in der Zeit, in der sie Musik veröffentlicht hat und die Art wie sie mit der Zeit Musik veröffentlich hat und wie sie politisch kommentiert hat und eigentlich immer weniger Kommerz geworden ist obwohl sie schon so riesig Kommerzen war war halt auch einfach eine Zeit, in der ich mich auch entwickelt habe und überhaupt mal angefangen hab erst fünf darin zu werden.

00:21:19: Also sie hat ja ein paar Jahre am Vorsprung... Und das war dann halt einfach so einen Vorbild, den ich mir gedacht habe.

00:21:26: Die war mal ein Pop-Sternchen und hat sich so emanzipiert von einer Industrie die Poxische nicht sein könnte für eine schwarze Frau an den Staaten.

00:21:37: also dass in die Hölle dort seien.

00:21:42: Und was sie da daraus gemacht hat, finde ich so cool und bewundernswert.

00:21:48: Auf einer künstlerischen Ebene sowieso großartig.

00:21:53: Genau!

00:21:53: Da bin ich einfach ein riesengroßer Fan davon... ...und hab's halt in meiner Biografie irgendwie auch so abgespeichert als... Ich weiß nicht, bei The Angels Lean Lost war er im ersten Fono-Album.

00:22:05: Was werde ich da gewesen sein?

00:22:07: Er war ja schon Indikit, aber ich habe schon bis in Deutschland gehört, aber noch nicht zu viel.

00:22:11: Aber das war so die einzige Unteranführungszeichenkommerzmucke, die ich trotzdem gehört habe.

00:22:17: Und dann später kam halt ... also mit Laminate, es war Wahnsinn wie das rausgekommen ist.

00:22:24: Ich kann mir noch erinnern, dass ich im Zug gesehen hab und die ganze Zeit andere Leute im Zug angeschaut haben.

00:22:29: Ich saß von meinem Laptop und hab den Kopf rauf und hab die ganze jetzt andere Leute angeschauen.

00:22:34: Deswegen habt ihr das auch gesehen?

00:22:36: Also ich war völlig durcheinander!

00:22:40: Und jetzt halt mit den Kaubik-Hater und Renaissance.

00:22:44: Wie sie Kunst versteht, wie sie Veröffentlichung versteht... ...wie sie das Business auch dahinter versteht und für sich umframt und nutzt.

00:22:54: Das finde ich schon einfach sehr bemerkenswert!

00:22:57: Und klar ist die auch Kapitalistin usw.

00:22:59: Ich meine gut, es sind alle Amis meiner Meinung nach.

00:23:02: Aber aus einer künstlichen Ebene finde ich es wirklich sehr spannend, wie sich diese Frau entwickelt hat?

00:23:09: Also schaut an Beyoncé, falls du das hörst.

00:23:14: Da gibt es in Österreich eine ziemlich coole Rapperin.

00:23:17: Wer hat doch mal aufmerksam darauf?

00:23:21: Da finden wir jetzt aber wieder die Brücke zurück zu dem Thema was wir davor hatten nämlich... Du hast ja gesagt auch wie sie politischer geworden ist und auch ein bisschen klarer uns sich emanzipiert hat von dem Ja mir fällt jetzt kein besseres Wort einer bei Mainstream Pop-Geschäft.

00:23:36: Es ist empfindest du es schon auch manchmal, weil ihr KünstlerInnen seit ja mittlerweile längst nicht mehr nur in Anführungszeichen auf der Bühne und vielleicht in Zeitungen präsent.

00:23:47: Sondern ihr seid auch dem Online-Publikum sehr präsend und setzt euch dem auch aus.

00:23:52: Und wenn man dann so klar politisch auftritt und mit so Themen wie Feminismus, Klimaschutz

00:23:58: usw.,

00:24:00: empfindest du das mitunter schon als anstrengend?

00:24:03: Weil es gibt ja nicht nur nette Menschen in diesem World Wide Web.

00:24:11: Ja, also ... Also Hasselnetz ist nervig und deppert.

00:24:20: Aber ich glaub', ich bin zu alt dafür.

00:24:25: Ich bin neunzig geboren, ich bin noch mit einem Festnetzelefon aufgewachsen und in meiner Kindheit ohne Internet.

00:24:32: Ich kann mich erinnern dann gab es irgendwann diesen Internetanschluss und wenn ich mich ins Internet eingewählt habe ging der Festnitzanschluss nicht.

00:24:40: Da muss ich dann immer fragen, darf ich jetzt ins Internet gehen und solche Sachen?

00:24:43: Also ich komme wirklich noch aus der Zeit wo dieses Medium-Internet einfach gerade im Kommen war und wo auch meine Informationen über Popkultur aus der Bravo mir geholt habe und nicht irgendwo auf TikTok oder so gab es alles damals noch nicht.

00:24:56: Das heißt zu die Art wie ich sozialisiert bin mit Medien ist einfach eine andere als die Medien heute konsumiert werden.

00:25:02: Und deswegen nehme ich also... Ich glaube das hat wirklich seine Sozialisierung.

00:25:05: Frage.

00:25:08: Kommentare und so irgendwie nicht zu ernst.

00:25:13: Wenn du ein Problem mit mir hast, sagst du mir ins Gesicht und lass uns drüber reden.

00:25:16: Es ist lustig.

00:25:16: Beiß Leute mich irgendwie in das Gesicht was sagen wollen!

00:25:20: Ich tue ja gerne diskutieren.

00:25:22: Ich finde Diskussion super wenn ich mit jemandem rede und wir sehen... die Welt diametral entgegengesetzt und wir werden uns auch nicht einig werden in dem Gespräch.

00:25:32: Und das ist okay, dass kann man aushalten und das verlernt man natürlich oder lernt man gar nicht erst im Vorhinein wenn man in einer Echo-Kammer auswächst.

00:25:41: aber ich glaube also so im echten Leben streiten voll gerne und alles was irgendwie über Strasse, Netz und Nachrichten und die Amps und für sich das kommt denke ich mir ja was der hier?

00:25:53: Ich kann's nicht so ernst nehmen.

00:25:54: Also, wenn ich merke, jemand nimmt sich die Zeit und schreibt mir eine Nachricht, wo wirklich jemand argumentiert, warum er mich scheiße findet ... Dann denk ich mir okay du hast wenigstens den Zeit genommen, ich lese es mit durch, ich schaue ob ich drauf eingehen möchte oder nicht aber ich fühle mich nicht zu betroffen davon.

00:26:08: Aber wenn jetzt nur irgendwas kommt mit dummem Manzenkuh oder so dann denke ich mir ja ok selber also

00:26:19: bei mich klingt nach einem sehr gesunden Umgang damit.

00:26:24: und was für Endglück.

00:26:25: oder noch ohne TikTok aufgewachsen zu sein.

00:26:30: Da habe ich gerade so gedacht, ich bin auch die Generation ohne TikTok.

00:26:35: Genau also das denke ich mir schon auch bei den Jugendlichen und bei den jungen Menschen, auch bei der nächsten Musikerin in Generationen werden jetzt ganz anderen Maßstäben gesetzt und werden natürlich durch Demokratisierung dem Medien mehr Möglichkeiten sich bühnen zu bauen.

00:26:49: aber haben glaube Druck und mehr, ähm, mehr Shit umherum was mir da leidtut.

00:26:55: Und es ist sehr wichtig die vor allem auch wirklich die jungen nachkommenden Künstlerinnen zu schützen und denen in sichere Räume zu bieten weil

00:27:04: ja...die

00:27:05: brauchen wir auch.

00:27:08: Gehen wir zurück weg aus dem Internet ins Livegeschehen.

00:27:11: Was macht denn für dich ein wirklich gutes Live-Konzert aus?

00:27:17: Ein gutes Livekonzert, gute Stimmung, tanzende Menschen guter Sound Und dann läuft der Laden eh.

00:27:24: Also es gibt Konzerten, diese Magic Moment wo man rausgeht als Band und man merkt... also ich merke gar nicht mehr.

00:27:32: innerhalb der ersten fünf Sekunden muss ich heute arbeiten oder nicht.

00:27:34: das klingt jetzt blöd aber muss sich heute heute arbeiten bedeutet dass die ersten drei vier Nummern wirklich hundertfünfzig Prozent geben weil ich weiß irgendwann schwappt das ins Publikum über uns.

00:27:45: sobald dieser Funke im Publikums ist wieder zurück auf die Bühne geworfen dann wirft die bühnes wieder zurück in den Publikumsraum.

00:27:54: Manchmal ist dieser Funke gleich von vorne herein da.

00:27:58: Und wenn diese Funke von vorne rein da ist, dann ist es natürlich wunderschön und wenn ich ein bisschen arbeiten muss, das ist auch nicht schlimm.

00:28:03: Aber jetzt gibt's dieses kollektive Erfahren von Livemusik sowohl im Publikumsraum als auch auf der Bühne und wir machen das jetzt alle gemeinsam.

00:28:13: Das ist so was Magisches!

00:28:15: Das ist ein guter Livemoment.

00:28:19: Ich seh da jetzt grad so ein Feuer ausbrechend, wenn die Funken sprühen.

00:28:24: Also ein positives Feuer natürlich!

00:28:28: Wie ist denn die Stimmung bei euch direkt vor einem Auftritt Backstage?

00:28:31: Also ich hab mich gefragt habt ihr einen Ritual als Band?

00:28:34: Ich weiß nicht.

00:28:34: wird noch bestimmtes Getränk getrunken oder irgendein Schlachtruf

00:28:39: gemacht?

00:28:39: Okay wir diese bächtliche Schlacht und gibt den Song.

00:28:44: Ich weiß nicht genau, wie der entstanden ist.

00:28:48: Es dürfte einfach mal spontan gewesen sein.

00:28:50: Wir stellen uns in den Kreis und fangen an zu schnipsen.

00:28:53: Dann gibt es immer einen Lustigen, der quasi auf die Eins und die drei schnipst und die anderen auf die zwei, die vier dann zumindest so viel beim Schnipsen ärgern.

00:29:00: Und dann finden wir alle ein gemeinsames Tempo und dann singt unser Tenorsaxophonist Andreas Lindenbauer in die Runde Du bist alive and the sir.

00:29:08: Oh oh oh,

00:29:09: du bist

00:29:10: alive on the sir!

00:29:11: Das machen wir dreimal und dabei haben wir uns in die Augen sagen uns, dass wir uns alle live finden und dann geht's auf die Bühne.

00:29:18: Super!

00:29:20: Das klingt schon nach ordentlich Stimmung auf jeden Fall bevor es auf die bühne geht.

00:29:25: Also wären sie wirklich immer immer lustig als Band?

00:29:28: Das ist schon auch eine Qualität von diesem Projekt.

00:29:32: Wir haben uns einfach alles sehr gern.

00:29:36: Das ist der Sache zuträglich, wenn man viel zusammen unterwegs ist.

00:29:40: In der Klassik wird immer davon gesprochen, Quartett spielen sei wie ehe zu viert.

00:29:44: also man muss sich schon gut aushalten können in allen Stimmungen.

00:29:51: Wie schaltest du denn ab?

00:29:52: Wenn du bewusst nichts mit Musik zu tun haben willst?

00:29:59: Ich bin sehr spät ins Podcast Game eingestiegen.

00:30:01: Also wirklich sehr späht Habe früher beim Laufen immer Musik gehört und dann bin ich immer drauf gekommen, hey beim Laufengehen könnte ich Podcasts hören.

00:30:10: Zum Beispiel sowas für mich wo da höre ich keine Mucke sondern irgendwie Geschichte über Geschichte oder so.

00:30:15: Und hör mir Menschen beim Reden an und bin unterwegs.

00:30:22: Ansonsten... Gute Frage eigentlich.

00:30:27: Ich gehe gerne viel spazieren auch und da muss ich nicht immer was hören, also auch nicht im Podcast sondern wirklich einfach ohne Kopfhörer durch die Stadt und schauen mir die Stadt um die Menschen und alles rundherum an.

00:30:38: Gab es da auch schon mal Inspiration für den einen oder anderen Song?

00:30:43: Ja natürlich!

00:30:44: Das ist das Allerbeste.

00:30:45: was ich will.

00:30:45: nicht mehr empfehlen kann wenn man unterhalten werden möchte sind die Wiener U-Bahn oder Wienerstraßenmann sich zu setzen und Leuten beim Reden zuzuhören.

00:30:51: Also da gibt's... Man hört dass Sachen Die sind großartig.

00:30:56: Also ja, ich verlausche manchmal fremde Leute.

00:31:00: Ich bin da jetzt ein kleiner Creeper, aber gut.

00:31:02: Also Obacht in Wien!

00:31:03: Ihr seid vielleicht Teil des nächsten Songs?

00:31:06: Ist ja auch cool.

00:31:06: Genau.

00:31:07: Also je nachdem für wen... ...wandelt es ja sicherlich auch politisch fragwürdige Thesen von Menschen in den U-Bahnen in richtig starke Positionen umsetzen zu sagen.

00:31:22: Letzte Frage bevor wir dann unsere kleine Hopf oder Top-Kategorie springen.

00:31:27: Das erkläre ich gleich, was das ist, aber das eigentlich selbst erklären.

00:31:30: Genau letzte Frage wäre, was du deinem jüngeren Ich am Anfang deiner Karriere jetzt sagen würdest?

00:31:38: Bleib dran!

00:31:39: Du bist eh stur und du wirst eh dran bleiben, aber bleib dran.

00:31:43: Es ist doch ein gutes Credo.

00:31:45: Das kann man glaube ich vielen jungen Menschen auch gerade heute zu Tage noch mal mitgeben.

00:31:50: Es

00:31:53: wird nicht immer alles angenehm und cool sein Und das ist okay.

00:31:57: Also ...

00:31:59: gehört auch dazu?

00:32:00: Genau, genau!

00:32:03: Ich mach immer am Ende dieses Podcasts noch eine kleine Hop- oder Toprunde mit dem Gast und der Gästin.

00:32:10: Seit zwei Folgen haben wir aber auch die Möglichkeit, dass ich sage zwei Wörter, zwei Schlagwörter und du kannst dich für eins von beiden entscheiden, da wir hier bei den Montfort dazwischentönen sind, kannst du was ganz anderes wählen eben einen Zwischenton.

00:32:26: Ich leg einfach mal los.

00:32:30: Hopp oder top?

00:32:37: Haltung oder Hitpotenzial?

00:32:41: Haltung!

00:32:44: Große Festivalbühne, oder intimer Club-Gig?

00:32:49: Oh, alles davon!

00:32:51: Bühne – einfach Bühnen.

00:32:53: Das wär ja schon mein Zwischentum hier Neun Sound ausprobieren oder dem eigenen Stil treu bleiben

00:33:05: Den eigenen Stil weiterentwickeln.

00:33:10: Und politischer Song oder persönlicher Song?

00:33:16: Das private ist politisch.

00:33:19: Also die Mischung daraus.

00:33:22: Genau, ja genau!

00:33:23: Ich wollte jetzt auch so mit einem coolen Slogan zurückkommen.

00:33:25: Ja

00:33:26: das war ein cooler Slogaan.

00:33:27: Ich wollte nur sicher gehen dass ich ihn richtig verstanden habe.

00:33:32: Genau.

00:33:33: Die letzte Frage, da weiß ich glaube ich deine Antwort auf jeden Fall schon aber ich frag sie trotzdem.

00:33:37: Streaming Release oder Live Premiere?

00:33:41: Ja das ist so weiss nicht die Antwort live Premiere.

00:33:46: Hat man das noch oft eigentlich dass es vor dem streaming rauskommt?

00:33:51: ja schon.

00:33:55: immer wieder mal, also wir haben auch bei der letzten Produktion zum Beispiel ein bisschen den Wunsch geäußert dass sie einfach mal Songs schreiben und mit denen auf die Bühne gehen bevor sie überhaupt veröffentlicht sind.

00:34:05: Bevor wir wissen ob die aufs Album kommen oder nicht weil ich finde live verrät schon auch viel ob das Song bei den Menschen resoniert oder nicht.

00:34:14: Und es geht jetzt nicht nur darum dass das Song mit Menschen resonieren muss aber irgendwie schon.

00:34:18: Also ist es schon auch irgendwann austauscht die man dann macht.

00:34:21: Und das Livestream-Jährige ist natürlich das aufregendste überhaupt, wenn man sieht es denn zum ersten Mal live jeder ist kanisch und dass man ihn nicht vergisst und ihn nichts falsch macht.

00:34:29: Also da ist man auch noch einmal aufmerksam, also schon schön!

00:34:34: Ja ja also wir freuen uns total auf die Livemomente mit euch in Feldkirch.

00:34:39: Das wird super und ich weiß gar nicht wahrscheinlich wird es in Wien jetzt heute gerade wo wir sprechen auch ziemlich warm sein draußen?

00:34:48: Ja, wir

00:34:49: haben Hochvermacht.

00:34:50: Genau!

00:34:51: Wenn ich es richtig im Kopf habe ist euer Auftritt bei uns ja auch open air.

00:34:56: also hoffen wir dass das dann noch genau so richtig schön sommerlich ist und so ein sommerlicher lauer Abend mit jasmo und die Klangkantine da freuen wir uns sehr drauf unbedingt.

00:35:07: Wir freuen uns auch schon drauf

00:35:08: Bis dahin liebe Jasmo und vielen vielen Dank für das Gespräch.

00:35:12: Danke ebenso und wir sehen

00:35:15: uns bald!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.